Wer keine eigenen Ziele hat, der arbeitet immer für die Ziele anderer.

Ziele sind wichtig im Leben. Das Leben unterliegt dem Vergehen der Zeit, also geht es immer vorwärts. Nur: In welche Richtung geht das Leben?

Die Entdeckung des Flow-Erlebens wird allgemein dem ungarisch-amerikanischen Psychologen Mihály Csíkszentmihályi zugeschrieben, der es 1975 beschrieben hat. Allerdings behandeln zum Beispiel bei Kurt Hahn 1908 die schöpferische Leidenschaft und bei Maria Montessori (1870-1952) die Polarisation der Aufmerksamkeit denselben Kontext, nämlich dass glückliche Menschen vor allem viele Flow-Erlebnisse haben.

Aber was sind Flow-Erlebnisse und warum machen sie glücklich?

Als George Bush jr. noch Präsident war, besuchte er eines Tages Angela Merkel. Er fragte sie, wie sie es schaffte, ein Land so erfolgreich zu regieren. Sie antwortete: „Dazu braucht man intelligente Mitarbeiter.“

George Bush überlegte und fragte sie, woher man denn weiß, welcher Mitarbeiter intelligent sei. Sie antwortete: „Das ist einfach, stellen Sie Ihren Mitarbeitern einfach ein Rätsel. Passen Sie einmal auf.“

Ich habe ja schon mehrfach erwähnt, dass Du dir immer wieder vorstellen sollst, wie etwas aus Sicht deines (potentiellen) Kunden aussieht. Sei es deine Selbstdarstellung auf der Webseite, sei es ein Produkt, das Du gerade entwickelt hast, was auch immer:

Wenn Du etwas an Kunden los werden willst, dann solltest Du das nicht nur aus deiner Sicht als „Experte“ sehen, sondern vor allem vom Standpunkt desjenigen, für den es gedacht ist. Sonst schießt Du vielleicht total am Ziel vorbei.

Du hast vielleicht schon vom Pareto-Prinzip gehört, weißt aber nicht wirklich was das ist. Man nennt es auch die 80/20-Regel. Dieser Name sagt schon etwas mehr aus, aber richtig hilfreich ist er auch (noch) nicht.

Die 80/20-Regel geht auf den italienischen Ingenieur, Ökonomen und Soziologen Vilfredo Pareto (1848-1923) zurück. Er hatte 1906 festgestellt, dass 80% des italienischen Vermögens bei 20% der Familien liegt und sich die restlichen 20% Vermögen auf die verbleibenden 80% der Familien verteilt. Das nach ihm benannte Prinzip hat allerdings nicht er selbst sondern der amerikanische Ökonom Joseph M. Muran in den allgemeinen Sprachgebrauch eingeführt.

Dieses Thema habe ich hin und wieder schon mal in anderen Beiträgen in meinem Blog erwähnt. Aber immer wieder stelle ich fest, dass die Menschen, mit denen ich zu tun habe, die Frage „Ist das wichtig oder dringend?“ nicht beantworten können. Also widme ich mich nun hier diesem Thema ganz explizit.

Dringend

ist immer fremdbestimmt!

Ich treffe häufig auf Selbstdarstellungen von Unternehmern, wo ständig von wir und uns die Rede ist. Das wäre nicht weiter tragisch, wenn in diesen Unternehmen auch mehrere Leute tätig wären. Aber bei Unternehmen, die eine One-Man- oder One-Woman-Show sind, kommt das mehr als befremdlich rüber.

Auch wenn Dir bereits klar ist, dass ein Mensch sich aus vielen Facetten zusammensetzt (Freude, Trauer, Lust, Laune, Angst, Mut, Ärger, und so weiter): Diese Teile zusammen machen Dich als Mensch aus. Es ist nicht nötig, dass Du diesen Sachverhalt so auch in deiner Selbstdarstellung in die Welt trägst. Aber zurück zum Thema: