Pater Ferdy ist immer wieder Quelle eines herzhaften Lachens. So auch von den folgenden Gedanken eines Seniors, die er in einem Altersheim im Lienz gefunden und mir gestern mitgegeben hat.

Er selbst hat herzlich gelacht und mir wurde mal wieder bewusst, was mich so langsam ereilt...

Gedanken eines Seniors

Es fiel mir auf, dass alles weiter entfernt ist als noch vor einigen Jahren.

Es ist sogar zweimal so weit zur Straßenecke, und ein Hügel war früher auch nicht da.

Das Rennen auf den Bus habe ich ganz aufgegeben, er fährt jetzt immer zu früh ab.

Die Treppen sind auch höher als in den goldenen Jahren.

Auch Bücher und Zeitungen werden mit kleineren Buchstaben gedruckt.

Aber es hat auch keinen Sinn, jemanden zu bitten, da jeder so leise spricht, dass man es kaum hören kann.

Zu den Kleidern wird zu wenig Stoff verwendet, besonders um die Hüfte. Auch die Größen fallen kleiner aus als früher.

Sogar die Menschen verändern sich, sie sind viel jünger als wir in ihrem Alter waren.

Andererseits sind die Leute unseres Alters viel älter als wir.

Ich traf neulich eine Klassenkameradin, die so alt war, dass sie mich nicht erkannte. Ich dachte an das arme Wesen, während ich mir die Haare kämmte.

Und als ich in den Spiegel sah ... wirklich, auch die Spiegel sind nicht mehr das, was sie einmal waren.