Aus meiner Zeit als Computermaus habe ich noch ein paar Kunden, die ich betreue. Betreuen in dem Sinne, dass ich für sie da bin, wenn ein Problem auftritt. Und deshalb bekomme ich immer wieder einmal einen Anruf der Art; „Frau Doktor, ich habe da ein Problem!“

Neben den üblichen Hardwareproblemen, oft der Ausfall einer Festplatte, fangen sich die Kunden oft einen Virus, einen Trojaner oder sonstige sogenannte Malware ein. Ich will hier keine Horrorszenarien beschreiben, das machen die Medien aller Couleur in kurzen regelmäßigen Abständen schon. Worauf ich aber hinweisen will, ist eine Sicherheitsstrategie, auf die jeder mit ein wenig Überlegung und gesundem Menschenverstand kommen kann.

Was ich damit meine ist, dass man sich überlegt, wie wichtig einem der elektronische Schreibknecht und die darauf enthaltenen Daten sind. Zunächst einmal sehe ich immer wieder, dass wichtige Daten auf dem PC gespeichert sind, aber auch nur da. Für Unternehmen ist es natürlich besonders schlimm, wenn die Kunden- oder Projektdaten verloren gehen und sie setzen zum Teil auch schon eine Datensicherung ein. Aber wie ist es mit privaten Daten? Hochzeitsbilder? Oder das Video, auf dem festgehalten ist, wie der Sprössling seine ersten Schritte machte? Die Urlaubsbilder der letzten 10 Jahre? Sind diese Sachen nicht auch wichtig? Was wäre, wenn das auf einmal unwiederbringlich verloren wäre?

Das aktuelle Problem eines dieser Kunden tritt hin und wieder auf, wäre aber mit etwas Aufmerksamkeit leicht zu vermeiden gewesen. Ich rede davon, daß sich der PC trotz Sicherheitssoftware eine Seuche eingefangen hat. Allerdings war die Lizenz der Software bereits vor ein paar Monaten abgelaufen und bekam folglich auch seit dieser Zeit keine Aktualisierungen mehr. Eine Sicherheitssoftware aber, die länger als zwei Wochen nicht aktualisiert wurde, ist so gut – oder eben schlecht – wie wenn gar keine Sicherheitssoftware vorhanden wäre.

Dieses Mal allerdings war die Seuche etwas heftiger! Nicht nur, daß eine unfreundliche Meldung kam, daß man für seine „ungesetzliche Tätigkeiten“ eine Strafe zu zahlen hätte, nein, auch das Betriebssystem wurde derart in Mitleidenschaft gezogen, daß Tastatur und Maus nicht mehr funktionieren. Selbst das Säubern der Festplatte in einem anderen PC hat dieses Problem nicht mehr beseitigen können. Ich kann dem Kunden zwar helfen, seine Daten zu retten und den PC wieder zum Laufen zu bringen. Der Aufwand beläuft sich allerdings auf das rund Zehnfache der Kosten für den Kauf und die Installation einer aktuellen Lizenz! Da wäre auch schon fast ein neuer PC drin...

Deshalb sollte man sich überlegen, eine Kopie seiner Daten anzulegen. Und man sollte sich überlegen, was man tun kann, damit ein Datenverlust erst gar nicht auftritt.

Mit dem Benutzerordner hat Microsoft seit Windows 98SE/2000 die Grundlagen gelegt, die Benutzerdaten einfach sichern zu können (Linux hat das ja schon von Anfang an drin). Es gibt viele Möglichkeiten, diese Daten auf einen anderen Datenträger zu bekommen. Sei es das in Windows eingebaute Backup-Programm (das leider nicht immer mit allen Datenträgern zurecht kommt), sei es das Brennprogramm, dem man mit abgespeicherten Jobs sagen kann, daß es immer wieder dieselben Ordner auf CD/DVD brennen soll, seien es spezielle Sicherungsprogramme, seien es Synchronisationsprogramme. Allerdings sind die Datenmengen mittlerweile selbst bei Lieschen Müller so hoch, daß man zum Discjockey wird, wenn man auf DVD sichern will.

Heutzutage eignen sich meiner Meinung nach externe Festplatten am besten, diese Datenmengen aufzunehmen. Sie sind auch von den Kosten her mittlerweile da angekommen, daß es so ziemlich die günstigste Variante für eine Sicherung ist. Und sie sind so portabel, daß eine externe Lagerung möglich ist. Es soll ja Leute geben, die auch für den Fall, daß ihr PC und das umgebende Gebäude abbrennen sollten, wenigstens ihre Daten in Sicherheit wissen wollen...

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Dies war für den Fall, dass die Daten verloren gehen können. Dann gibt es aber auch den Fall zu betrachten, wie die Daten in Gefahr geraten können. In heutiger Zeit droht die größte Gefahr durch Schadsoftware, die man sich in der Regel über unvorsichtigen Umgang mit den Internet oder Mails einfängt.

Eine Sicherheitssoftware ist unerlässlich. Ein reiner Virenscanner ist nicht mehr ausreichend, weil die Gefahrenlage sich zu immer komplexeren, ausgeklügelteren und hinterlistigeren Schadprogrammen verschiebt. Da helfen nur noch so genannte Suiten. Welche ist eigentlich egal, wobei es schon leichte Unterschiede gibt. Der „tote Winkel“ (Malware wird nicht erkannt, es wird fälschlicherweise Malware angezeigt) ist bei jedem dieser Programme vorhanden. Schließlich ist es wie in der Medizin: Erst kommt die Krankheit, dann erst kann ein Mittel dagegen gefunden werden. Die Programme unterscheiden sich vor allem darin, wo der „tote Winkel“ liegt, aber auch, wie sie mit den vorhandenen Ressourcen umgehen. Es gibt manche Hersteller, denen ist es reichlich egal, dass man als PC nur einen schmalbrüstigen Tippapparat zur Verfügung hat. Die verwenden auch bei solchen PCs Rechenleistung und Arbeitsspeicher, als ob man eine Rennmaschine hätte.

Ich empfehle Lieschen Müller immer die Kaufversion einer solchen Sicherheits-Suite, denn da sind alle Funktionen vorhanden. Die kostenlosen Versionen sind oft mehr oder weniger eingeschränkt und eher für solche PC-Benutzer gemacht, die wissen, was sie tun und nicht im Internet auf alles klicken, was nicht bei drei auf den Bäumen ist. Die nicht jeden x-beliebigen Anhang von ungefragten Mails öffnen. Die sich die „Nachnamen“ der Dateien anzeigen lassen, also die Dateiendungen. Und die nicht jedes Programm und jede Sicherheitssoftware herunterladen, die sich dem Namen nach so nennt. Nicht selten fängt man sich genau damit nämlich erst die Seuche ein, von der unsicheren Quelle ganz abgesehen...

Es ist zwar nicht mehr meine Haupttätigkeit, aber für meine Zielgruppen und alle Leser meines Wachstums-Letters biete ich die Beratung zu einer Sicherheitsstrategie für ihre Daten und ihren PC noch weiterhin an. Das läuft in diesem Fall über diese Kontaktdaten:

Telefon: 07162-1453460

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