... zwischen Männern und Frauen ist doch nicht so klein. Jedenfalls besteht er nicht nur aus den sichtbaren körperlichen Merkmalen. Die Unterschiede sind bereits in der „Verdrahtung“ des Gehirns zu finden – aber nicht nur! Auch die Hormone spielen auf nicht zu vernachlässigende Weise in die Arbeitsweise des Gehirns mit hinein. Im Laufe des Lebens verändern die Hormone die Arbeitsweise des Gehirns sogar.

Was diese Unterschiede sind und wie sie zustande kommen, darüber schreibt die Neuro-Psychiaterin Louann Brizendine in ihrem Buch „Das weibliche Gehirn“. Manchmal bleibt zwar die wissenschaftliche Seite etwas nebulös, dafür packt Brizendine eine Menge Beispiele aus ihrer Praxis in das Buch. Immerhin ist das (englischsprachige) Literaturverzeichnis ellenlang – ich gebe zu, ich habe mich da nicht weiter durchgekämpft. Ihr wissenschaftlicher Horizont hört wohl an der anglo-amerikanischen Sprachgrenze auf.

Ich habe in der Bücherecke einen neuen Buchtipp: Jörg Starkmuth: Die Entstehung der Realität.

Das Buch habe ich zum ersten Mal bereits vor ungefähr einem Jahr gelesen. Der Grund, warum ich es jetzt erst vorstelle, ist nicht, dass ich es mit Euch nicht teilen wollte. Es ist einfach so, dass ich der Meinung war, ich müsste das Buch noch einmal komplett gelesen haben, um darüber schreiben und dem Buch gerecht werden zu können.

Das Problem war dabei das Wörtchen „komplett”. Auch jetzt habe ich es nicht geschafft, das Buch noch einmal komplett zu lesen. Deshalb versuchte ich, mich darauf zu verlegen, einzelne Kapitel heraus zu greifen. Aber auch hier: Kaum hatte ich ein Kapitel begonnen, machten sich meine Gedanken auf die Reise und machten ihre eigene Realität zu dem Gelesenen...