Aus Wiki: Aktionismus ist eine Derivation des lateinischen Begriffs actio für „Handlung“ und bezeichnet handlungsorientiertes Tun.

Aktionismus bedeutet also handlungsorientiertes, nicht aber unbedingt zielorientiertes Tun! Kann es bedeuten, muss es aber nicht.

Bekannt ist dieser Ausdruck vor allem aus der Politik als bloßer/blinder/blanker/reiner Aktionismus, wenn die Opposition der Regierung vorwirft, dass sie etwas tut, was gar keinen Sinn oder keine Wirkung hat, nur um den Eindruck zu erwecken, dass sie etwas (dagegen) tut.

Umgangssprachlich bedeutet Aktionismus (auch gleich ohne die Attribute bloß/blind/blank/rein) ein zielloses, unreflektiertes und betriebsames Handeln, damit man nicht in des Verdacht gerät, nichts zu tun oder unterfordert zu sein. Oder aber, dass viele Sachen angefangen, aber nicht zum Ende gebracht werden.

Doch Aktionismus gibt es leider nicht nur in der Politik. Im Arbeitsleben ist es ebenso verbreitet, zum Beispiel um zu verhindern, dass man mehr Arbeit auf den Tisch bekommt. Dem Einfallsreichtum, wie man sich vor zusätzlicher Arbeit schützen kann, sind keine Grenzen gesetzt. Damit haben sich die „Einsatzmöglichkeiten“ von Aktionismus aber noch lange nicht erschöpft!

Auch im persönlichen Bereich ist er stark vertreten und tritt gerne mit Aufschieberitis, auch Prokrastination genannt, auf! Genau genommen ist es eine Ausdrucksform der Aufschieberitis, gepaart mit Davonlaufen.

Ich unterscheide zwei Sorten von persönlichem Aktionismus:

Geplanter oder auch bewusster Aktionismus

Da gibt es zum Einen den geplanten oder auch bewussten Aktionismus. Das ist, wenn Du ganz bewusst ganz betriebsam machst, um etwas anderes nicht tun zu müssen. Du hast ja keine Zeit, Dich um das andere zu kümmern. Dabei weißt Du, was die Gründe sind. Du weißt, warum Du den Aktionismus vorschiebst: Der Anruf bei der Bank, weil Du gerade einen Liquiditätsengpass hast, ist unangenehm. Wie angenehm, dass die Schaufenster endlich mal geputzt werden sollten (auch wenn Du sonst gar nicht gerne Fenster putzt...). Doch wenn Du nicht gerade am Wochenende im Lotto gewinnst oder sonst zufällig an Geld kommst, musst Du den Anruf bei der Bank trotzdem erledigen.

Oder Du solltest eigentlich den Vortrag für nächste Woche vorbereiten. Aber es ist Dir ein Graus, vor Leuten zu reden, also kümmerst Du dich um die Mails, machst Anrufe, räumst deinen Schreibtisch auf...

Hier wird der Aktionismus recht gezielt eingesetzt. Und weil Dir das auch recht bewusst ist, könntest Du hier auch ganz bewusst dagegen steuern – wenigstens meistens. Manchmal ist hier aber Hilfe nötig.

Unbewusster Aktionismus

Aber Aktionismus kann dein Unterbewusstsein auch von ganz alleine und völlig unabhängig von deinem Verstand einsetzen. Natürlich auch wieder, um Dich vor unangenehmen oder auch nur möglicherweise unangenehmen Dingen zu schützen, wie alle anderen unbewussten Verhaltensmuster auch.

Dann bist Du Tag für Tag beschäftigt, hast immer viel zu tun, aber immer mit einem dumpfen Gefühl, nicht genug getan zu haben. Vielleicht merkst Du ja sogar, dass Du andere Dinge tun solltest, hast aber keine Ahnung, was das sein könnte.

Das sind dann die Dinger, die Dich in deiner persönlichen Entwicklung aufhalten und richtig hinderlich sind. Hier geht es selten ohne Hilfe von außen richtig vorwärts.

Wenn Du diesen Zustand kennst und tatsächlich auch etwas daran ändern willst: Ich helfe Dir gerne dabei. Einfach eine Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! schreiben oder anrufen unter 0 71 62-145 47 28.