Wer keine eigenen Ziele hat, der arbeitet immer für die Ziele anderer.

Ziele sind wichtig im Leben. Das Leben unterliegt dem Vergehen der Zeit, also geht es immer vorwärts. Nur: In welche Richtung geht das Leben?

Es ist schwierig zu erkennen, wohin die Reise geht, wenn man kein Ziel hat. Im schlimmsten Fall eiert man herum, landet mal hier, mal da, mal dort. Aber mal ganz im Vertrauen: Es gibt wohl kaum einen Menschen, der kein eigenes Ziel hat. Wenn man eine Ziellosigkeit bei einem Menschen wahrnimmt, dann verfolgt er eben dieses Ziel nicht oder nur ungenügend. Dieser Eindruck wird dann noch verstärkt, wenn sich dieser Mensch über sein Ziel gar nicht im Klaren ist.

Die Ursachen dafür liegen, das kann jeder Student der Psychologie bereits im zweiter Semester sagen, in der Vergangenheit dieses Menschen. Er wurde im Laufe seiner Entwicklung so konditioniert (Konditionierung = dritte Stufe im Überlebenskonzept des Menschen, siehe mein Blog-Beitrag Verstand − einmal anders), dass ihm immer gesagt wurde, was zu tun ist, dass das, was er wollte, nicht gehört wurde, dass seine Wünsche und Ziele nach hinten gesetzt wurden. (Es ist noch gar nicht so lange her, dass in der Erziehung die Meinung vorherrschte, dass der Wille des Kindes gebrochen werden müsste, um aus ihm ein brauchbares Mitglied für die Gesellschaft zu machen.) Seine Erfahrungen sind folglich so, dass eigene Ziele als unwichtig abgespeichert wurden. Wie soll sich ein Mensch, der solche Erfahrungen gemacht hat, dann um eigene Ziele kümmern?

Diese Erfahrungen wirken ganz stark auf das Selbst zurück: Selbstwertgefühl, Selbstachtung, Selbstvertrauen, Selbstliebe, Selbstbewusstsein haben darunter stark gelitten. Und diese Erfahrungen waren schmerzhaft!

Wenn Du dich an das erste der drei Grundprinzipien

  1. Schmerz vermeiden

  2. Freude empfinden

  3. Energie sparen,

nach denen sich alles im Leben ausrichtet, erinnerst (siehe mein Blog-Beitrag Verstand − einmal anders), dann wird dir sicher so manches klar.

Wenn ein Mensch viel Schmerz erlitten hat, dann ist es nur zu verständlich, dass er alles nur erdenkliche tut, um künftig so wenig Schmerz wie möglich mit zu bekommen. Er legt wenig bis gar keine Power an den Tag, denn dann könnte er ja etwas tun, was in Schmerzen mündet. Das verträgt sich ja auch ganz gut mit dem dritten Prinzip, nämlich Energie sparen, gar keine Frage. Und bevor das zweite Grundprinzip erfüllt werden kann, muss erst einmal das erste befriedigt werden.

Man merkt diesem Menschen an, dass ihm Lebensfreude fehlt. Das ist  auch kein Wunder, denn wo soll die Lebensfreude her kommen, wenn er alles mögliche vermeidet?

Na, aufgerüttelt? Ich denke, Du weißt, wie Du mich kontaktieren kannst.