Du hast vielleicht schon vom Pareto-Prinzip gehört, weißt aber nicht wirklich was das ist. Man nennt es auch die 80/20-Regel. Dieser Name sagt schon etwas mehr aus, aber richtig hilfreich ist er auch (noch) nicht.

Die 80/20-Regel geht auf den italienischen Ingenieur, Ökonomen und Soziologen Vilfredo Pareto (1848-1923) zurück. Er hatte 1906 festgestellt, dass 80% des italienischen Vermögens bei 20% der Familien liegt und sich die restlichen 20% Vermögen auf die verbleibenden 80% der Familien verteilt. Das nach ihm benannte Prinzip hat allerdings nicht er selbst sondern der amerikanische Ökonom Joseph M. Muran in den allgemeinen Sprachgebrauch eingeführt.

Dieses Thema habe ich hin und wieder schon mal in anderen Beiträgen in meinem Blog erwähnt. Aber immer wieder stelle ich fest, dass die Menschen, mit denen ich zu tun habe, die Frage „Ist das wichtig oder dringend?“ nicht beantworten können. Also widme ich mich nun hier diesem Thema ganz explizit.

Dringend

ist immer fremdbestimmt!

Ganz gleich, ob es sich um eine gute Strategie für ein neues Ziel handelt oder Du dich mit einem Problem herum schlägst: Es ist eine wichtige Unternehmerqualität, eine gute, zielorientierte Lösung zu finden.

Aber in den seltensten Fällen ist der erste Einfall auch der Beste. Wenn man aber gleich nach der ersten Idee loslegt, verbaut man sich viele weitere Lösungsmöglichkeiten, die möglicherweise schneller und/oder einfacher zum Ziel führen. Der erste Stolperstein liegt aber schon in der Formulierung des Problems:

Die allgemein gängigen Zeitmanagement-Ratgeber empfehlen, seine Arbeitszeit in Blöcke zu unterteilen. Sinnvoll sind Blöcke mit ungefähr eineinhalb Stunden, denn das ist so der Zeitbereich, in dem man konzentriert arbeiten kann. Wenn es länger dauert, dann nimmt meist die Konzentration ab. Auch der Tipp, große, lange dauernde Arbeiten in kleiner Teilaufgaben zu unterteilen, fehlt in keinem Ratgeber für Zeitmanagement.

Auch ich empfehle allgemein diese Vorgehensweisen und praktiziere sie meist auch selber. Meine Tipps aus meinen Texten zum Zeitmanagement (hier nachzulesen: Teil 1, Teil 2, Teil 3) finde ich immer noch wertvoll. Aber ich habe auch festgestellt: Das mit den 90-Minuten-Blöcken funktioniert nicht immer! Schon gar nicht bei längerer Einarbeitungszeit.

Ich habe es bei mir erlebt, aktuell sehe ich es wieder bei zwei Kunden in meinem Webservice-Bereich: Die Selbstdarstellung ist ein Riesen-Problem!

Und diese beiden Kunden sind von beiden Enden jeweils das Extrem: Dem einen fällt gar nichts ein, was er schreiben könnte, der andere erzählt stundenlang seine Geschichte. Dabei wäre es so einfach, wenn man sich nur ein paar Fragen stellen würde – natürlich die richtigen Fragen!

Ein Junge so im Alter von ungefähr 10 Jahren wollte Judo lernen, und das, obwohl er bei einem Unfall den linken Arm verloren hatte.

Er nahm also Unterricht bei einem Judo-Meister und lernte und übte fleißig. Es gingen Wochen dahin, aber obwohl er so fleißig war, hatte er erst einen Griff gelernt. Schließlich fragte er den Meister: "Meister, sollte ich nicht mehr Griffe lernen?" - Der Meister antwortete: "Dies ist der einzige Griff, den Du kennen musst."

Scott Adams, der Erfinder von Dilbert, hat einmal gesagt: „Die Führungsetage ist ein Versuch der Natur, Idioten aus dem Produktionsprozess raus zu halten.”

Der kanadische Soziologe Laurence J. Peters hat dies in sein Peter-Prinzip etwas anders formuliert, indem er sagt:

... aber manchmal auch überaus lästig!

Da habe ich in den verschiedensten Situationen – meist solche, in denen ich das nicht gleich aufschreiben kann – ganz tolle Ideen und Gedanken. Oft auch zu Themen für mein Blog oder den Wachstums-Letter. Zu neuen Themen oder solchen, denen noch etwas fehlt. Aber bis ich dann dazukomme, das zu notieren, sind die meisten Ideen schon wieder verflogen. So ein Mist! Lässt Alzheimer grüßen?

Heute muss ich mich einmal selbst loben! Der Wert von www.boldt-coaching.de im Internet ist enorm gestiegen! Ich habe heute nach meinem Pagerank bei Google gesehen und war total erstaunt, dass er nun bei sagenhaften 3 liegt, während er vor ungefähr zwei Monaten noch bei 0 herum dümpelte.

Okay, 3 (von 10) hört sich nun noch nicht so besonders an. Aber wenn man bedenkt, dass für kleine Unternehmen, die nicht fünfstellige Beträge oder mehr in das Online-Marketing stecken wollen und meist auch nicht können, ein Wert von 4 schon sehr gut ist und 5 kaum noch erreichbar, dann sieht es schon anders aus! Unter uns gesagt: Selbst so große Seiten wie Volkswagen und Audi haben aktuell „nur” einen Wert von 7.