Hier kommt ein Beispiel, wie die verpasste Chance eines Unternehmers mir deutlich gemacht hat, wo es klemmt und welche Chance jemand wie ich, also ein Coach, dadurch erhält, wenn er sie denn sieht. Ich sehe da auf die Schnelle sogar zwei Ansatzpunkte! Es zeigt mir und hoffentlich Dir auch, wie man aus den Fehlern anderer lernen und seinen Nutzen ziehen kann. Dabei muss es nicht einmal zu Lasten dessen gehen, der den Fehler begangen hat!

Die letzten Tage, genauer gesagt, nachdem ich kleines Erfolgsrezept geschrieben habe, hat sich hier etwas ereignet, das mich nachdenklich werden ließ und das mich zugleich erkennen ließ, wo ich aktiv werden kann.

Ich habe einen Audio Engineer kennen gelernt. Wir haben uns zwei Mal etwas ausgiebiger unterhalten und ich weiß nun, dass er eine App für Musiker geschrieben hat, die dem Künstler Noten und Text wie bei einem Teleprompter anzeigt (das Ding, von dem zum Beispiel die Nachrichtensprecher ihre Texte ablesen, wenn sie denn nicht ihre Blätter vorziehen) und das auf dem iPad läuft. Quasi Lauftext und Laufnoten. Blättern ist nicht mehr nötig, die Noten können nicht mehr während des Auftritts herunterfallen, man muss keine dicken Ordner mehr mit sich herumschleppen und hat sein ganzes Repertoire in einem kleinen Gerät dabei. Tolle Sache! Mehr weiß ich allerdings nicht, was dann überhaupt erst der Katalysator war...

Audio Engineer stufe ich als Toningenieur ein. Ich denke, damit liege ich richtig, denn auf seiner Visitenkarte wird ja auch sein Tonstudio ganz groß erwähnt. Später hat es in mir gearbeitet. Wenn ich mal Podcasts erstellen will (ja, mit diesem Gedanken spiele tatsächlich ich immer wieder), dann wäre der Kontakt zu einem Tonstudio ja vielleicht nicht verkehrt. Also könnte ich mich auf seiner Homepage ja mal informieren, was er denn so alles macht und schon gemacht hat, wie sein Tonstudio ausgestattet ist und ähnliches. Nicht, dass ich da wirklich viel Ahnung hätte, aber ich hätte doch gerne so viele Informationen wie möglich. Und wenn ich die über das Internet bekommen kann, wo ich seine kostbare Zeit nicht in Anspruch nehmen muss, wäre das ja ganz praktisch.

Ja, auf der Visitenkarte ist auch eine Website vermerkt. Da kommt man allerdings auf seinem Onlineshop für Playbacks und Geräten, die vielleicht für Playback-Auftritte benötigt werden, heraus. Über das Tonstudio selbst erfährt man nichts. Ups!?

Positiv ist, dass die Internetadresse selbst, die auf der Visitenkarte angegeben ist, nicht mehr verspricht als nachher auf der Seite angezeigt wird.

Negativ ist mir aufgefallen: Es gibt zwar einen Link auf sein Tonstudio, doch wenn man den anklickt, dann kommt man eben nicht auf eine Website, auf der man mehr über das Tonstudio erfährt. Der Link führt nur wieder auf die Startseite des Shops. Schade! Nein, das ist schon mehr als schade, es ist ärgerlich. Ich als Besucher der Website möchte nicht so in die Irre geführt werden! Wenn da ein Link ist, der mich glauben lässt, ich bekomme mehr Infos über das Tonstudio, dann sollte es auch so sein!

Okay, natürlich kann ich auf konventionelle Weise erfahren, was dieser Mensch denn als Toningenieur tatsächlich so treibt, außer seinen Webshop zu füttern und eine App zu programmieren. Aber es ist für ihn einfach eine verpasste Chance. Mehr noch: Durch die Irreführung ist der Besucher vielleicht zu verärgert. Das nächste Tonstudio ist im Internet ja nur einen Mausklick entfernt...

Welcher Unternehmer, welche Unternehmerin hätte nicht gerne mehr Umsatz und damit (hoffentlich) mehr Gewinn?

Da das Schreiben des kleinen Erfolgsrezeptes noch nicht so lange her war, war es natürlich ein einfaches, von A auf B zu kommen:

    1. Welche Leistung bietet der Toningenieur an?

Wie möchte der Toningenieur sein Geld verdienen? Möglichst viele Playbacks verkaufen? Dann ist das so, wie es ist, noch durchaus in Ordnung. Aber ist es für einen Toningenieur wirklich befriedigend, einmal etwas zu produzieren, das dann in Massen verkauft wird? Ich habe bei ihm deutlich gespürt, dass er Musikern einen Nutzen bringen will. Was ich mich aber frage: Will er möglichst vielen Musikern ein und denselben Nutzen bringen oder will er den Musikern, die zu ihm kommen, möglichst großen Nutzen bringen? Liegt der Augenmerk auf Quantität oder Qualität? Womit der Übergang zum zweiten Punkt hergestellt ist:

    1. Welche Zielgruppe spricht der Toningenieur an?

Dadurch, dass er eben die App programmiert hat, habe ich den Eindruck bekommen, er zielt auf Musiker ab. Wenn ich mir dagegen seinen Shop ansehe, dann drängt sich eher der Verdacht auf, nicht nur Musiker sondern jeder, der Karaoke machen will, ist hier richtig, egal ob Animation im Ferienhotel, in der Disco oder Karaoke auf der privaten Feier zu Hause. Ist der Eindruck, dass es sich hier um einen Bauchladen für alle handelt, so erwünscht?

    1. Wohin zielt sein Klappern, also seine Werbung?

Auf der Visitenkarte sticht mir das Tonstudio ins Auge. Aber die Website, die darauf angegeben ist, ist nichts als ein Onlineshop. Da gibt es, wie ich finde, noch einiges an Verbesserungspotential! Und das mit relativ wenig finanziellem Aufwand, denn eine Website, auf der man sein Profil darstellen kann, ist doch deutlich günstiger und dazu weniger pflege-aufwendig als ein Onlineshop. Um aber Aufträge zu bekommen, die sich nicht nur um Playback drehen, wäre ein solches Profil dringend nötig!

Ich hoffe, Herr XYZ fühlt sich hier nicht nur durch die Mangel gedreht. Immerhin bekommt er gratis (und ungefragt) einen anderen Eindruck seines (Internet-)Auftritts, nämlich aus Kunden- und Beratersicht. Und das Angebot, dass ich ihm helfe, sein Profil zu schärfen. Na ja, vielleicht sollte man es erst einmal heraus schälen? Aber mein Angebot steht: Gemeinsam herauszufinden und umzusetzen, wie er mit seinem Unternehmen möglichst effektiv mit möglichst viel Freude das Geld verdient, das er benötigt, um sich und seiner Familie das Leben zu ermöglichen, das er sich vorstellt.

War das nicht Werbung pur in eigener Sache? Und davon gibt es jetzt noch mehr!

Ich habe ganz zu Anfang erwähnt, dass ich hier zwei Ansatzpunkte sehe, wie ich hier helfen kann, von dem direkten Coaching mal abgesehen:

  1. Ich werde wohl explizit anbieten, dein Unternehmensprofil auf der Basis des kleinen Erfolgsrezeptes herauszuarbeiten und/oder zu schärfen. Wie genau das aussieht, weiß ich noch nicht, aber Du kannst sicher sein, dass ich klappere, sobald ich es weiß.
  2. Das zweite ist schon ein Stück konkreter. Da ich noch ein weiteres „Steckenpferd” habe, nämlich die Programmierung von Websites (www.boldt-webservice.de), werde ich einen Workshop zur Konzeption von Websites anbieten. Das Konzept des Workshops steht bereits. Ich finde, jeder, der ein Unternehmen und eine Website hat oder haben will, sollte sich das hier mal ansehen.
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Dann hat die ganze Geschichte noch einen weiteren positiven Aspekt für mich: Ich sehe, wo und in welcher Richtung ich selbst mein Profil schärfen kann. Es wird sich in absehbarer Zeit auch hier auf meiner Website niederschlagen.