... aber manchmal auch überaus lästig!

Da habe ich in den verschiedensten Situationen – meist solche, in denen ich das nicht gleich aufschreiben kann – ganz tolle Ideen und Gedanken. Oft auch zu Themen für mein Blog oder den Wachstums-Letter. Zu neuen Themen oder solchen, denen noch etwas fehlt. Aber bis ich dann dazukomme, das zu notieren, sind die meisten Ideen schon wieder verflogen. So ein Mist! Lässt Alzheimer grüßen?

Aber nein! Auch wenn das in meinem Alter nicht mehr von der Hand zu weisen wärewink

Es liegt einfach an der Effizienz des Gehirns. Es löscht kurze Eindrücke, wenn sie nicht besonders eindrücklich sind, einfach wieder. Wo kämen wir hin, wenn unser Gehirn sich jede Kleinigkeit merken würde? Leider kann das Gehirn aber nicht unterscheiden, ob diese Kleinigkeit wichtig ist oder nicht. Es entscheidet vorwiegend aufgrund von Dauer und Intensität. Hält das Gehirn die Kombination aus beidem für nicht ausreichend, dann wird rigoros und gnadenlos gelöscht. Weg sind die guten Ideen.

Was mache ich, wenn ich etwas zum Schreiben greifbar habe? Klar, ich kenne mich ja! Ich schreibe die Idee oder den Gedanken natürlich auf, sicher ist sicher. „Was Du schwarz auf weiß besitzt, das kannst Du getrost nach Hause tragen.“ Ich könnte also auf Schritt und Tritt ein Notizbuch mit mir herumschleppen, dass solche denkwürdigen Ereignisse auch festgehalten werden können. Aber erstens ist das nicht immer praktikabel und zweitens dürfte das etwas sein, was ich mir nicht angewöhnen kann.

Aber ohne Schreiberling oder Papier kann ich das doch nicht notieren. Oder etwa doch? Ich habe da schon von einigen Bloggern gehört respektive gelesen, die ihre besten Ideen unter der Dusche bekommen. Einige haben sich deshalb eigens ein Notiz-Brett, wie es Taucher verwenden, zugelegt!

Ich könnte doch aber auch hergehen, in Gedanken einen Notiz-Zettel schreiben und ihn an eine virtuelle Pinnwand in meinem Gehirn heften. Kurze Notizen sollte man sich sowieso innerhalb kurzer Zeit nochmals ansehen und erweitern, damit auch wirklich nichts verloren geht. Was spricht denn dagegen, dass ich, wenn ich wieder in der Reichweite von Papier und Stift oder – in meinem Fall noch besser – in Reichweite meiner Tastatur bin, meine imaginäre Pinnwand genauso durchsehe wie schriftliche Aufzeichnungen und gleich etwas ausgiebiger und dauerhafter festhalte?

Erste Versuche damit waren schon recht erfolgreich. Ich hatte weit weniger das Gefühl, dass mir ein wichtiger Gedanke oder eine tolle Idee abhanden gekommen ist. Allerdings erscheint es mir wichtig, die Notiz tatsächlich in Gedanken zu schreiben. Der einfache Gedanke: „Das kommt jetzt an die imaginäre Pinnwand“ scheint nicht auszureichen. Alleine das virtuelle Schreiben der Notiz erzeugt so viel Aufmerksamkeit/Eindruck für das Gehirn, dass der Gedanke auch etwas länger abgespeichert wird.

Das ist zwar noch nicht der Gedankenschreiber, den ich mir sehnlichst wünsche, aber das geht schon mal in diese Richtung.