Ich habe es bei mir erlebt, aktuell sehe ich es wieder bei zwei Kunden in meinem Webservice-Bereich: Die Selbstdarstellung ist ein Riesen-Problem!

Und diese beiden Kunden sind von beiden Enden jeweils das Extrem: Dem einen fällt gar nichts ein, was er schreiben könnte, der andere erzählt stundenlang seine Geschichte. Dabei wäre es so einfach, wenn man sich nur ein paar Fragen stellen würde – natürlich die richtigen Fragen!

Zunächst einmal die Frage:

Brauche ich eine „Über mich“-Seite?

Zwingen kann Dich niemand dazu. Und wer im Massenprodukt-Markt nur Umsatz machen will, wer also den ein-millionsten Shop für Computerteile für all die Kunden betreibt, die nicht bei drei auf den Bäumen sind, braucht so was nicht. Aber gerade bei spezielleren Produkten oder im Dienstleistungsbereich kann die gute Selbstdarstellung Gold wert sein. Zumal der Interessent ja nicht im Gespräch Auge in Auge die Chemie, das Feeling aufnehmen kann.

Je persönlicher die Leistung ist, desto wichtiger wird eine gute Selbstdarstellung!

Wozu schreibe ich die Selbstdarstellung?

Die Antwort darauf ist noch sehr klar und gilt für jeden, der eine Selbstdarstellung für seine Webseite schreiben will:

Natürlich für die Besucher meiner Webseite und nicht, um mich selbst zu beweihräuchern!

Aber auch das darf man an dieser Stelle gleich spezifizieren: Nämlich für die Besucher, die man auch als Kunden gewinnen will.

Du schreibst also am besten gleich konkret für deine Zielgruppe. Je genauer Du deine Zielgruppe definiert hast, desto passgenauer kannst Du schreiben!

Wenn Besucher, die nicht zu deiner Zielgruppe gehören, sich enttäuscht abwenden, ist dann nicht viel verloren.

Was will der Besucher über mich wissen?

Das ist in diesem Fall die ganz entscheidende Frage!

Interessiert es ihn, wo ich in den Kindergarten gegangen bin? Mit welchem Durchschnitt ich wann das Abitur gemacht habe? Ob ich fünf Mal geschieden bin? Wenn ich nicht gerade Scheidungsanwalt bin und der Besucher einen solchen sucht – wohl kaum!

Versetze Dich doch mal in die Situation deines Besuchers: Er kennt dich nicht! Was also interessiert ihn, wenn er etwas über Dich lesen will?

  • Was willst Du mit deiner Arbeit erreichen?
  • Warum machst Du das, was Du machst?
  • Kannst Du das Problem, mit dem der Besucher zu Dir kommt, überhaupt verstehen (Stall-Geruch)?
  • Was bist Du für ein Mensch abseits von Zahlen, Daten, Fakten?
  • Was hat der Besucher davon, diese Leistung oder dieses Produkt ausgerechnet bei Dir einzukaufen?

  • Kann er mit Dir warm werden? Stimmt die Chemie?

Wenn diese Fragen zur Zufriedenheit des Besuchers geklärt sind, dann ist die folgende Frage schon fast nebensächlich:

  • Welche Qualifikation hast Du?

Alltägliche Fragen – wichtige Antworten

Das sind doch eigentlich alles alltägliche Fragen, die man aus dem Stegreif beantworten können sollte. Wischi-Waschi-Antworten und Herum-stottern törnt deinen Gegenüber nur ab. Falls Du diese Fragen also nicht locker beantworten kannst, dann besteht hier erst mal grundlegender Überlegungsbedarf!

Wenn mir jemand im Gespräch solche Fragen stellt, dann kann ich sie doch auch beantworten. Dann kann ich das aber auch zu Papier oder auf den Bildschirm bringen! Da fange ich doch auch nicht bei Adam und Eva an. Ich gebe erst mal kurze und prägnante Antworten und erzähle dem Gegenüber auch nicht gleich die Story vom Pferd! Damit langweile ich ihn nur und er wird sich bald desinteressiert dem Nächsten zuwenden. Wenn er jedoch interessiert ist, dann wird er schon weiter nachfragen.

Bei der Selbstdarstellung im Internet ist es noch wichtiger, nicht zu ausschweifend zu werden, denn Internetnutzer sind äußerst ungeduldig und noch schneller weg. Hier merkt man ja nicht einmal, wenn und wann der Besucher weg klickt. Und der knackige Mitbewerber ist meist nur zwei Mausklicks entfernt: zurück zu Google und das nächste Suchergebnis angeklickt...

Du solltest am Anfang mit kurzen und aussagekräftigen Sätzen dem Besucher das Wichtigste erzählen. Wenn er weiter interessiert ist, dann wird er auch noch mehr lesen wollen. Hier kannst Du Dir vielleicht überlegen, eine oder mehrere weitere Seiten anzulegen, in denen du dann genauer auf verschiedene Aspekte oder Bereiche eingehen kannst. So hast Du auf der Über-mich-Seite den Ungeduldigen nicht gleich erschlagen und mit einer Masse an Text vergrault und der Interessierte wird schon auch auf weitere Seiten klicken.

Auch wenn Dir die Antworten irgendwo in Dir drin gefühlsmäßig klar sein sind: Du darfst Dir auch die passenden Worte dazu überlegen.

Mache Dir also die Mühe und beantworte die Fragen möglichst punktgenau. Du bringst dadurch nicht nur Klarheit in deine Selbstdarstellung – Du bekommst dadurch vor allem auch Klarheit für Dich selbst!

Falls Du Hilfe benötigst, rufe mich doch einfach an unter 07162-1454728 oder schicke mir hier eine Mail. Ich helfe Dir gerne!