Ich habe ja schon mehrfach erwähnt, dass Du dir immer wieder vorstellen sollst, wie etwas aus Sicht deines (potentiellen) Kunden aussieht. Sei es deine Selbstdarstellung auf der Webseite, sei es ein Produkt, das Du gerade entwickelt hast, was auch immer:

Wenn Du etwas an Kunden los werden willst, dann solltest Du das nicht nur aus deiner Sicht als „Experte“ sehen, sondern vor allem vom Standpunkt desjenigen, für den es gedacht ist. Sonst schießt Du vielleicht total am Ziel vorbei.

Zweifelsohne eine provokante Frage. Für die meisten Selbständigen ist dieser Gedanke – genauer gesagt diese innere Überzeugung – ein extremer Hemmschuh!

Die meisten Menschen kennen wohl Situationen, für die sie diese Frage mit einem satten, tief aus dem Herzen kommenden Ja beantworten. An diese Situationen erinnert man sich sehr schnell, wenn man einem Verkäufer über den Weg läuft. Da fallen einem vielleicht auch noch ganz andere Attribute ein: Abstoßend, aufdringlich, Klinken putzen, ...

Diese Aussage habe ich neulich in einem Webinar gehört. Meine erste Reaktion: Recht hat er! Und: Das wäre doch auch ein Thema für mich. Dann habe ich das, wie ich es so oft tue, vor sich hin arbeiten lassen. Mit der Zeit stellte ich fest: Die Aussage stimmt und stimmt doch nicht! Sie ist einfach zu eng gefasst!

Vertrauen ist ein Faktor, der alles leichter macht, nicht nur das Verkaufen im Internet. Ohne Vertrauen wird nicht nur das Verkaufen im Internet mühselig. Wenn ich das Vertrauen eines potentiellen Kunden nicht gewinnen kann, dann wird er wohl nur in einer Notsituation bei mir kaufen.

Warum machst Du überhaupt Werbung?

Klar, Werbung machst Du, um mehr Gewinn zu erzielen. Dafür musst Du mehr und/oder effektiver von dem verkaufen, was Du anbietest. Und dafür brauchst Du üblicherweise mehr Kunden, die dein Produkt kaufen oder deine Leistung in Anspruch nehmen.

Und wie kommst Du zu mehr Kunden und damit mehr Verkäufen?

Ich habe gestern ja schon über Gefühle im Marketing gesprochen. Genauer gesagt, was für Gefühle es in uns hervorrufen kann, wenn wir Werbung machen sollen. Heute geht es darum, wie Gefühle in der Werbung genutzt werden.

Ein großer Teil unseres Lebens wird durch Gefühle beherrscht, auch wenn uns das gar nicht bewusst ist. Ob das nun der tägliche Umgang mit Mitmenschen bei der Arbeit oder in der Familie ist, das Auf und Ab an der Börse, beim Fernsehen oder in der Werbung, mit der wir ständig überflutet werden.

Du kennst wahrscheinlich die folgende oder eine ähnliche Situation:

Du willst oder brauchst einen neuen Flyer für dein Unternehmen, den Du bei der nächsten Messe austeilen willst. Aber das steht wie ein Monster vor dir und Du weiß nicht, wie Du es bekämpft kriegen sollst. Du hast die Aufgabe schon seit Wochen vor dir her geschoben, doch nun rückt der Abgabetermin immer näher, die Druckerei drängt, denn sie will ja noch pünktlich liefern und Du weißt nicht, wie Du es angehen sollst – das Monster wird größer und größer...