Gisela Forsch-Frydrychowicz hatte neulich in ihrem Räumschild folgende Geschichte (Autor unbekannt):

Eine Maus linste durch den Riss in der Mauer und sah, dass der Bauer und seine Frau ein Paket öffneten. „Welche Leckerbissen mochte es wohl enthalten?“

Sie war jedoch völlig am Boden zerstört als sie feststellte, dass es eine Mausefalle war.

Mit ihrem Rückzug in den Garten des Bauernhofs verbreitete die Maus überall die Warnung: „Da ist eine Mausefalle im Haus! Da ist eine Mausefalle im Haus!“

Das Huhn gackerte und scharrte, hob seinen Kopf und sagte: „Sehr geehrter Herr Maus, das mag für Sie von gewaltiger Bedeutung sein, aber für mich ist es uninteressant. Mir kann eine Mausefalle nichts anhaben.“

Die Maus wandte sich an das Schwein: „Da ist eine Mausefalle im Haus!“ Das Schwein hatte Mitleid mit der Maus und sagte: „Das tut mir so Leid, Herr Maus, aber ich kann leider nichts daran ändern. Ich kann höchstens für Sie beten. Seien Sie versichert, dass ich Sie in meine Gebete einschließe.“

Als nächstes traf die Maus auf die Kuh. Sie sagte: „Herr Maus, das ist Pech für Sie, aber mich juckt das nicht.“

So kehrte die Maus deprimiert und mit gesenkten Kopf in das Haus zurück um alleine der Gefahr der Mausefalle des Bauern ins Auge sehen zu müssen.

Genau in dieser Nacht war im Bauernhaus ein Geräusch zu vernehmen – es klang wie eine zuschnappende Mausefalle.

Die Frau des Bauern eilte herbei, um zu sehen, ob die Maus gefangen worden war. In der Dunkelheit sah sie nicht, dass es eine giftige Schlange war, deren Schwanz in die Mausefalle geraten war und so wurde sie gebissen. Der Bauer brachte seine Frau eilends ins Krankenhaus und sie kam mit einem heftigen Fieber zurück.

Jedermann weiß, dass zur Kräftigung frisch gekochte Hühnersuppe das Beste ist. Und so nahm der Bauer sein Beil und machte sich auf den Weg zur wichtigsten Zutat für die Suppe. Doch seiner Frau ging es auch am nächsten Tag noch nicht besser. Freunde und Nachbarn kamen, um sie zu besuchen, sie aufzumuntern und ihr Gesellschaft zu leisten.

Um sie alle beköstigen zu können schlachtete der Bauer das Schwein. Doch seine Frau wurde nicht gesund. Sie starb.

Unendlich viele Leute kamen zur Beerdigung und der Bauer musste die Kuh schlachten, um sie alle verpflegen zu können.

Wenn du das nächste Mal hörst, dass jemand mit einem Problem konfrontiert ist, von dem du denkst, es würde dich nicht betreffen – dann erinnere dich: wenn einer von uns bedroht wird, sind wir alle in Gefahr.

Wir alle sind involviert in diese Reise, die wir das Leben nennen. Wir müssen ein Auge aufeinander haben und uns besonders bemühen, einander zu ermutigen.

Jeder von uns ist ein entscheidender Faden im Wandteppich einer anderen Person. Unsere Leben sind nicht umsonst miteinander verwoben.