Nein, ich will hier nicht über den Anfang der Nahrungskette schreiben, auch wenn das sicherlich ein sehr ergiebiges Thema wäre. Immerhin wird ein Pottwal ausschließlich von Plankton satt.

Vor allem für Leute, die regelmäßig für andere schreiben, ist es extrem wichtig, immer genug Themen in der Pipeline zu haben. Ganz egal, ob ich einen Blog schreibe, Texte für einen Newsletter oder eine Kundenzeitung brauche, immer wieder ein paar kostenlose, neue Infos auf meiner Homepage zur Verfügung stellen will: Neue interessante Themen sind das Ein und Alles! Nur dann wird und bleibt der Blog, der Newsletter, die Kundenzeitung, die Homepage interessant. Und damit sind wir beim Plankton:

Große Themen herunter brechen...

Natürlich kann ich mir ein riesiges Thema wählen. Ich kann über alle Details, Aspekte und Blickwinkel schreiben. Doch ich darf mir darüber klar sein, dass dann ein Buch dabei herauskommt. Gerade für „alltägliche“ Texte ist das aber eindeutig zu viel. Die Texte werden zu lang oder zu oberflächlich, überfordern den Leser (in dieser Situation) oder es bleiben wichtige Details außen vor.

Das mag in Ordnung sein, wenn ich erst einmal einen Überblick über einen Themenkomplex geben will. Das habe ich zum Beispiel in „Schreibst Du zielführend?“ gemacht. Als ich den Text angefangen habe, habe ich mir nämlich genau das überlegt: Mensch, da gibt es eine Menge dazu zu sagen, das wird ein Roman, wenn ich das alles hier rein packe. Also gebe ich erst mal einen Überblick, bevor ich auf die einzelnen Teilaspekte eingehe.

...und dann in die Tiefe gehen

Wenn ich mir einen einzelnen Aspekt zu einem großen Thema herausnehme, dann kann ich in die Tiefe gehen. Ich kann mich hier austoben und auf jedes Detail eingehen. Dann hat der Leser wirklich einen Nutzen davon. Wenn ich das Thema dagegen zu groß wähle, kann es passieren, dass ich nicht auf jedes Detail eingehe oder gar manches Detail vergesse.

Über einzelne Teile eines Themas zu schreiben, hat den oben bereits angedeuteten weiteren Vorteil, dass ich für meinen Blog oder was auch immer ich schreibe, plötzlich mehrere Themen habe.

Schmal bleiben

Aber auch dabei sollte ich mir immer wieder ins Gedächtnis rufen, was ich hier in diesem speziellen Text sagen will. Als ich „Verstand – einmal anders“ und das Streben nach mehr geschrieben habe, kamen mir noch ein paar Gedanken, die gut zum Thema gepasst hätten. Aber es hätte den Rahmen gesprengt, wenn ich das noch irgendwie hinein gepackt hätte. Dann wäre ich entweder zu schwafelig, zu nichtssagend geworden, oder ich wäre vom Hölzchen aufs Stöckchen gekommen. Was nehme ich hier noch rein, was bleibt außen vor?

Deshalb ist es wichtig, sich zu Beginn klar zu machen: Worauf will ich mit diesem Text hinaus? Also Zielorientierung auf Inhalt und Lesernutzen.

Fortsetzung folgt...

Ich stehe gerade wieder vor derselben Frage: „Wie bleibe ich in der Spur?“ schließt sich logisch hier an. Nehme ich das mit hinein? Aber das gibt wieder mehr her und gehört nicht wirklich zum Thema Plankton. Folglich höre ich hier auf und Du kannst dich auf die Fortsetzung freuen.

Apropos Fortsetzung: Gerade bei dem lebendigen Medium Internet hat man den Vorteil, nach diesem Schema schreiben zu können. Genauer gesagt ist es sogar umgekehrt: „Fortsetzung folgt...“ macht das Internet erst richtig lebendig!