Ja, das ist eine wichtige Frage, wenn man schreibt. Überhaupt wenn man Nutzen für den Leser transportieren will. Und damit sind wir eigentlich auch schon beim Lösungsansatz:

Wenn ich möchte, dass der Leser einen Nutzen von meinem Text hat, dann habe ich in der Regel ja auch schon eine Vorstellung davon, welchen Nutzen er genau haben soll. Daraus ergibt sich dann praktisch von selbst, was nötig ist, um diesen Nutzen zu erreichen.

Strukturiert vorgehen

Am sinnvollsten ist es, wenn ich mir bereits zu Beginn Gedanken über die Struktur meines Textes mache. Das bekannteste Schema, welches man ja schon aus der Schule kennt, ist: Einleitung, Hauptteil und Schluss. Da braucht man auch erst mal nicht daran zu rütteln. Das passt schon. Sicher, wenn man sattelfester im Schreiben wird, kann man auch hier spielen. Man merkt dann schon, was für dieses Thema funktioniert und was nicht.

Jetzt gilt es, das für diesen speziellen Text anzuwenden und zu verfeinern.

Jedem Text sein Förmchen

Als erstes überlege ich mir, in welchem Format ich schreiben will: Als normalen Fließtext, als Interview, als Liste à la „11 Tipps, wie ich...“ oder wie auch immer. Dazu gibt es ein anderes Mal mehr.

Oft schreibe ich Tipp-Texte im Fließtext. Das ist eine recht einfache, aber auch dankbare Form.

Brainstorming...

Im Laufe der Zeit habe ich festgestellt, dass ich am effektivsten schreibe, wenn ich mir Stichpunkte zu den folgenden Bereichen notiere:

  • Wie komme ich auf das Thema?
    Das kann ich dann gut in der Einleitung verwenden.
  • Was ist das Problem?
    Damit kann ich die Einleitung gut erweitern und interessiere den Leser noch mehr für das Thema.
  • Wie sieht die Lösung aus?
    Das ist der tatsächliche Nutzen für den Leser.
  • Welche Zwischenschritte sind nötig?
    Den Leser an der Hand nehmen und Schritt für Schritt aufzeigen, wie er von A nach B kommt.
  • Welche Stolperfallen gibt es bei den Zwischenschritten oder bei der Lösung? Wie kann ich einen Zwischenschritt noch besser machen?
    Hier kann ich meinem Leser zum eigentlichen Nutzen noch einen guten Mehrwert bieten.

Je nach Thema kann man sich dann noch weitere Fragen überlegen.

...und seine Folgen

An dieser Stelle sehe ich auch, ob ich das Thema vielleicht immer noch zu groß gewählt habe, ob ich genug darüber weiß, ob es mich so sehr interessiert, daß ich auch darüber schreiben will oder auch, ob das Format dafür überhaupt passt.

Die Stichworte ergeben schon gute Einstiegspunkte für die Zwischenüberschriften und die logische Abfolge der Punkte wird klarer.

Wenn ich die Stichworte und Gedanken dann mal grob sortiert habe, kann ich auch mittendrin los schreiben und so den Text Stichwort für Stichwort, Abschnitt für Abschnitt füllen.

Zu guter Letzt

Immer daran denken: Den ersten Entwurf am besten in einem Rutsch herunter schreiben. Aber das ist wirklich nur ein Entwurf. Erst mit dem Überarbeiten bekommt der Text den Feinschliff, den gute Texte ausmachen. Auch zum Überarbeiten gibt es ein anderes Mal mehr.