Die bekanntesten Mailprogramme sind wohl Outlook Express, Outlook und Thunderbird. Opera ist ein Webbrowser mit eingebautem Mailprogramm, ähnlich wie es seinerzeit Netscape war und scheint auch recht gut tauglich für komplexere Mailaufgaben.

Die Software von T-Online ist meines Wissens nur für T-Online-Konten geeignet, ein Umstieg auf einen anderen Mailanbieter scheint damit nicht möglich zu sein. Ähnliches gilt für AOL. Ich konnte mich mit beiden Programmen nie richtig anfreunden, denn alles, was hier irgendwie mit Internet zu tun hat, läuft zentral über T-Online oder AOL, was mir etwas suspekt ist.

Daneben gibt es auch noch die sogenannten Freemailer Web.de, GMX, Freenet und wie sie alle heißen, also Webseiten, bei denen man sich ein Mail-Konto einrichten kann und dort auch seine Mails liest und schreibt. Als Einmal-Konten (also wenn man sich irgendwo Infos holen möchte und dazu eine Registrierung mit der Mailadresse nötig ist, einem die Seite aber im Übrigen nicht koscher ist) finde ich sie klasse, denn wenn zu viel Müll über diese Mailadresse ankommt, kann an sie einfach entsorge und sich eine neue holen. Die Spamfilter dort sind nicht immer zum Vergnügen des Benutzers, denn ich habe mitbekommen, dass sie zu oft ordentliche Mails als Spam abgestempelt haben. Bei den Freemailern ist auch oft mit verzögerter Zustellung zu rechnen, es kann schon mal sein, dass der Empfänger ein paar Stunden auf die versprochene Mail warten muss. Manche dieser Freemail-Konten lassen sich auch mit ordentlichen Mailprogrammen verbinden, doch oft ist hier eine Wartezeit zwischen mehreren Anmeldungen eingebaut. Wenn man also mehrere dringende Mails aus einem Mailprogramm über einen Freemailer verschicken möchte, sobald sie geschrieben sind, ist das nicht immer möglich.

Aber zurück zu den richtigen Mailprogrammen. Das heißt, Outlook Express ist für mich auch nicht unbedingt ein richtiges Mailprogramm, denn Anhänge, die mit diesem Teil versendet werden, können nicht immer richtig und ohne weiteres mit einem Mailprogramm, das nicht von Microsoft stammt, angezeigt werden. Vor allem, wenn eine Mail in Word geschrieben wird und dort die Funktion "senden an" über Outlook Express läuft, haben manche Empfänger Probleme.

Das kostenpflichtige Outlook kann ich aber als richtiges Mailprogramm ansehen. Es hat auch einen Kalender, Notiz- und Aufgabenverwaltung eingebaut. Aber es ist wie gesagt kostenpflichtig.

Mein Favorit ist - Du hast es sicherlich schon erraten - wieder ein Open-Source-Programm: Thunderbird (https://www.mozilla.org/de/thunderbird/). Ein Punkt, der mir dabei besonders gefällt: Du kannst problemlos mehrere Mailkonten damit verwalten, sowohl gemeinsam als auch über mehrere Profile des angemeldeten Benutzers. Auch für dieses Programm gibt es eine Menge Erweiterungen für alle möglichen Zusatzanwendungen und Arbeitserleichterungen, die Du über dieselbe Seite weiter unten erreichen kannst. Auch dieses Programm gibt es für alle Betriebssysteme, also Windows, Linux und auch die Macianer schauen nicht in die Röhre.

Der Umstieg von Outlook oder Outlook Express zu Thunderbird gestaltet sich denkbar einfach, denn das Mailkonto wird bei der Installation anstandslos importiert, wenn man möchte. Bei mehreren Mailkonten in den Microsoft-Programmen wird es etwas hakelig, ist aber auch zu bewerkstelligen.

Hier noch ein Sicherheitstipp für Windowsbenutzer: Es ist mit der Standardeinstellung aus Windows, Dateien ohne Dateiendung anzuzeigen, ein immenses Risiko, einen Doppelklick auf eine Datei auszuführen, denn nicht immer ist das z. B. eine PDF-Datei, wie es den Anschein erwecken könnte. Manchmal ist das eine ausführbare Datei - ein Programm - das unfreundliche Sachen auf deinem PC installiert. Abhilfe kannst Du schaffen, wenn Du im Explorer, beispielsweise dem Arbeitsplatz, im Menü auf Extras - Ordneroptionen gehst, hier auf den Reiter Ansicht. Ziemlich am Anfang der Liste, die dann erscheint, hast Du die Möglichkeit, den Haken bei "Erweiterungen bei bekannten Dateitypen ausblenden" zu entfernen. Das rate ich Dir dringend an! Dies gilt genau so für Windows95 bis Windows XP, für Vista und Windows7 dürften die Einstellungen aber ähnlich zu finden sein, das Risiko ist aber immer dasselbe.