Wer kennt sie nicht aus seiner Schulzeit, die Karteikarten? Beim Lernen von Vokabeln waren sie unerlässlich. Vorne das Wort auf Deutsch, hinten dann in der Fremdsprache. Oder umgekehrt. Das, was man richtig hatte, wanderte in das nächste Fach, das, was nicht in Ordnung war, wanderte im selben Stapel an das Ende.

Dieses System eignet sich auch für viele andere Bereiche, in denen auswendig lernen ansteht. Mancher Medizinstudent hat so die Muskeln und Knochen auswendig gelernt. Auf der einen Seite der Name des Knochens, auf der anderen Seite ein Bild von einem Knochen-Charly, in dem der richtige Knochen farblich markiert ist. Dieses System gibt es nun auch für den PC, natürlich Open-Source.

Das Programm heißt Mnemosyne (ja, ein richtiger Zungenbrecher; apropos: kann man etwas brechen, was keine Knochen hat? Also wenigstens meine Zunge hat so was nicht. Oder bin ich hier falsch ausgestattet? Ich habe zwar studiert, aber Medizin war nicht dabei...) und kann hier heruntergeladen werden: http://www.mnemosyne-proj.org/download-mnemosyne.php. Die Seite ist leider auf Englisch, Du müsstest allerdings mit den PC- und Internetgrundkenntnissen gut klar kommen. Das Programm selbst nutzt die Spracheinstellung des Betriebssystems.

Mnemosyne arbeitet mit Sätzen von Karteikarten. Diese kann man selbst erstellen. Es gibt aber auch nette Menschen, die ihre Sätze an Karteikarten auf der oben genannten Seite unter "Cards & Plugins" zur Verfügung stellen. Ich habe nun nicht geschaut, welche der Kartensätze mit Deutsch als Grundsprache vorhanden sind.

Aber: Wo bleibt denn der zusätzliche Lerneffekt, wenn man seine Karten nicht mehr selbst schreibt oder malt?