Das Weihnachtsfieber jagt dem Höhepunkt zu und der Brauch verlangt nach Weihnachtsgrüßen. Ist ja auch ganz nett, mal wieder jede Menge Post zu bekommen...

Was früher per Snailmail (ja, das ist die heutige Bezeichnung für die herkömmliche Post) mehr oder weniger rechtzeitig und mehr oder weniger liebevoll auf den Weg gebracht wurde, hat heute sein Pendant in (Massen-)Mails gefunden.

Ich will mich hier nicht über lieblose Mails beklagen. Die bekomme ich ja nur von irgendwelchen zweit- und drittklassigen Unternehmen, die meinen, mich neben ihren Werbemails, die ich niemals angefordert habe, auch mit Dank für nie getätigte Geschäfte und Wünschen für die Weihnachtszeit und das neue Jahr beglücken zu müssen.

Wer heutzutage mit seinen Weihnachts- und Neujahreswünschen positiv aus dem Rahmen fallen möchte, der macht das eben wie früher auch schon: Eine handgeschriebene oder wenigstens von Hand unterschriebene Karte.

Nein, ich freue mich vor allem über die privaten Weihnachtsmails. Doch, doch, tatsächlich! Aber auf was ich heute hinaus will: Wenn Du das auch machst, dann denke einmal darüber nach, wie Du diese Mails versendest. Da gibt es Menschen, die jede Mail individuell schreiben – ganz im Sinne einer handgeschriebenen Karte. (Wenn ich solche Post versenden würde, dann würde ich diese exklusive Behandlung allerdings nur den mir ganz wichtigen Menschen zukommen lassen.)

Ich finde es allerdings problematisch, dass es auch Absender gibt, die eine Mail an alle versenden. Das ist noch nicht das wirkliche Übel, das kommt erst noch: Sie senden ihre Mails per CC (neudeutsch für carbon copy oder Durchschlag). Das heißt, dass jeder Empfänger sehen kann, an wen die Mail noch gegangen ist. Das mag für Protokolle einer Besprechung vielleicht noch sinnvoll sein, dann hat man auch gleich noch eine Notiz darüber, wer alles teilgenommen hat oder hätte teilnehmen sollen. Aber für private Post?

Oooch ja, was rege ich mich denn darüber auf, dass jeder in der Versandliste sehen kann, dass ich zum Beispiel Weihnachtspost von dem Paar aus dem Osten (das seit Jahren an ihrer Hochzeit bastelt oder dann auch wieder nicht) bekommen habe? Das ist doch nun wirklich nichts! Nein, so schlimm finde ich selbst das nicht.

Aber was ist, wenn unter den Empfängern ein Wildschwein ist, der sich über jede Menge aktiver Mailadressen freut wie ein Schneekönig? Es gibt in diesen Listen sicherlich einige Empfänger, die aus einem ganz bestimmten Grund ganz massiv etwas dagegen haben, für alle sichtbar in der Liste zu stehen. Über diesen Grund habe ich mich schon hier und hier genauer ausgelassen.

Doch genau dafür gibt es eine Lösung, und die heißt BCC – blind carbon copy! Das bedeutet, dass kein Empfänger sieht, wer da noch eine Mail per BCC bekommen hat. Man könnte das auch mischen, die einen bekommen die Mail per CC, andere per BCC, aber ich frage mich schon, was das bringen sollte.

Wenn Du deine „Massenmails“ auf diese Art verschickst, hast Du beim Empfänger gleich noch das üble Gefühl verhindert, einer unter vielen zu sein...

Für Geschäftsleute übrigens ganz wichtig: Die Mailadresse gehört zu den Daten, die unter den Datenschutz fallen! Also vergesst CC, nehmt BCC.